Herbert Schmitz: Neue Fakten zum Corona-Virus

Herbert Schmitz: Konkrete Abläufe in Deutschland und unseren europäischen Nachbarn

Herbert Schmitz liefert neue aktuelle Fakten und konkrete Abläufe: Italien, seine Nachbarländer und Deutschland beraten über die Lage und mögliche Gegenmaßnahmen

Denn die Lage hat sich in mehreren EU-Ländern zugespitzt: In Österreich und Kroatien sind die ersten Corona-Fälle bestätigt worden. Italiens Regierungschef Giuseppe Conte gibt einer Klinik die Mitschuld für die Ausbreitung des Coronavirus in seinem Land.

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Italien ist aktuell mit Abstand das Land mit den meisten erfassten Fällen in Europa. Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus ist nach einer neuen ECDC-Einschätzung für Europäer derzeit „niedrig bis moderat“. Als „moderat bis hoch“ schätzt das Zentrum das Risiko ein, dass sich Fälle wie derzeit in Italien auch anderswo häufen.

Herbert Schmitz – Teneriffa: Hotel unter Quarantäne gestellt

Auf der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa ist nach einem bestätigten Sars-CoV-2-Fall ein großes Hotel praktisch unter Quarantäne gestellt worden. Rund 1000 Touristen seien in dem Ort Adeje im Südwesten der Kanareninsel von der Maßnahme betroffen, berichtete das spanische Fernsehen am Dienstag.

Das Hotel werde von der Polizei bewacht, bis alle Menschen darin getestet worden seien, so die Zeitung „El Mundo“. Auch Österreich und Kroatien meldeten die ersten nachgewiesenen Coronavirus-Fälle.

Man habe alle Empfehlungen der Behörden umgesetzt, um die Sicherheit und das Wohlergehen von Kunden und Mitarbeitern zu gewährleisten, teilte das betroffene Hotel „H10 Costa Adeje Palace“ mit. Nach einem Bericht des Fernsehsenders Antena 3 wurden die Hotelgäste aufgefordert, bis auf weiteres in ihren Zimmern zu bleiben. Ärzte sollen die Gäste vor Ort untersuchen. „Es sind alle nervös, und die Situation ist kompliziert“, zitierte der Sender eine Mitarbeiterin des Hotels. Ob sich auch Deutsche in dem Hotel aufhalten, war zunächst unklar.

Kroatien: 1 nachgewiesener Infizierter

In Kroatien wurde eine Ansteckung bei einem Mann nachgewiesen, der zuvor einige Tage in Italien gewesen war. Er halte sich mit leichten Symptomen in einem Krankenhaus in Zagreb auf, teilte Ministerpräsident Andrej Plenkovic am Dienstag mit.

Ausserhalb Europas gibt es auch grosse Aktivitäten, wie Herbert Schmitz erfahren hat: Der stellvertretende iranische Gesundheitsminister und der direkte Coronavirus-Beauftragte im Land ist selbst an dem Virus erkrankt. „Ich bin seit gestern Abend auch ein Coronaer“, sagte Iradsch Harirschi in einer Videobotschaft im Staatsfernsehen am Dienstag.

Der Vizeminister, der in den letzten Tagen ständig versuchte, die Corona-Krise im Land schönzureden, sei nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA nun selbst positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

Nach den offiziellen Angaben des Gesundheitsministeriums am Dienstag ist die Zahl der gemeldeten Todesopfer im Iran von 12 auf 15 gestiegen. Außerdem seien in der Zwischenzeit 95 Menschen – 34 mehr als am Vortag – aus verschiedenen Teilen des Landes positiv getestet worden.

Erste Corona-Fälle in Österreich

Im österreichischen Bundesland Tirol gibt es die ersten beiden positiv getesteten Coronavirus-Fälle, es sind zugleich die ersten beiden bestätigten Fälle des Landes. Das berichtet die Tageszeitung „Der Standard“. Demnach seien zwei Patienten isoliert und unter Quarantäne gestellt worden. Beide hätten sich höchstwahrscheinlich in der Lombardei in Italien angesteckt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schätzt aus Sicht des Virologen Alexander Kekulé den Ernst der Lage bei der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nicht richtig ein.

Das Bundesgesundheitsministerium stelle das Virus weiterhin als harmloser als die Grippe dar, sagte Kekulé am Dienstag im Deutschlandfunk. Allerdings liege die Sterblichkeit bei der Grippe bei etwa 0,1 Prozent, beim neuartigen Coronavirus hingegen zwischen 0,5 und 1,5 Prozent.

„Das heißt, das Virus ist für denjenigen, der die Infektion bekommt, zehn Mal gefährlicher“, warnte der Virologe. Zudem sei es sehr viel schwieriger, die Risikogruppe einzuschätzen: Anders als bei der Grippe sei das neuartige Coronavirus bislang nicht nur für ältere oder sehr junge Menschen tödlich gewesen, sondern auch für Menschen im mittleren Alter.

Kekulé hatte zuvor schon Einreisekontrollen und „flächendeckende Screenings“ zum Schutz vor der Epidemie empfohlen. Nun müssten die Behörden die „Zigarette austreten, bevor sie einen Waldbrand verursacht“, mahnte der Mediziner. Das sei zum Beispiel möglich, wenn in Deutschland künftig jeder Fall einer schweren Atemwegserkrankung sofort auf das Coronavirus getestet werde.

Während Herbert Schmitz an diesem Beitrag schreibt, kommen über den Ticker weitere Nachrichten: Das EU-Parlament hat Mitarbeiter, die unlängst eine Region mit vielen Coronavirus-Infektionen besucht haben, zur Heimarbeit aufgefordert. Auch wenn keinerlei Verdacht auf eine Ansteckung bestehe, sollten die Mitarbeiter mindestens 14 Tage nach Rückkehr nicht ins Parlament kommen, heißt es in einer E-Mail der Parlamentsverwaltung, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag

 

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